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TV Gids

Welkom op de nieuwe website van Vanavond.tv, de tv-gids voor de avond powered by TVGiDS.tv. Van de meest relevante televisiezenders laten wij zien welke programma's er tijdens primetime (19.00 tot 00.00) worden uitgezonden.

 
 

KOMENDE AFLEVERINGEN

23:15
26 februari
Ilona Kalmbach, Sabine Jainski

37°

Reportage

Nach einem Schlaganfall ist die 75-jährige Monika auf Hilfe angewiesen. Ihre Tochter Jessica kann ihr im Alltag aber nicht ständig zur Seite stehen, sie wohnt 500 Kilometer entfernt. "37°" begleitet die Familie.

UITZENDING GEMIST

22:15
19 februari 2019
Anne Kauth

37°

Reportage

Sie helfen Menschen in größter Not, die am Rande unserer Gesellschaft leben – Obdachlosenärzte. Sie handeln aus Überzeugung und mit Respekt, weil sie Menschenfreunde sind. 860 000 Menschen waren 2016 in Deutschland wohnungslos.

Etwa 52 000 leben dauerhaft auf der Straße. Um ihre medizinische Versorgung kümmern sich engagierte Ärzte. Die Umstände sind oft schwierig, die Arbeit ist nicht lukrativ, trotzdem ist sie sehr erfüllend.

Sie haben Medizin studiert und fällten ihre Entscheidung, obdachlose Menschen medizinisch zu versorgen, sehr bewusst. Diese Patienten haben in der Gesellschaft kaum Ansehen, sind oft aus dem sozialen Netz gefallen, und ihre Behandlung ist finanziell nicht lukrativ.

Viele tun sich schwer, eine Arztpraxis aufzusuchen, sie sind auch nicht wirklich gern gesehen in Wartezimmern. Um ihnen ärztliche Versorgung zu bieten, gibt es in deutschen Großstädten Praxen, die speziell für Obdachlose eingerichtet sind, aber auch Straßenambulanzen, in denen eine medizinische Versorgung vor Ort stattfinden kann.

In dieser "37°"-Sendung werden drei engagierte Ärzte bei ihrer Arbeit begleitet. München: Wenn die Münchener Straßenambulanz an einem der Treffpunkte von Wohnungslosen hält, kommen zu Dr. Thomas Beutner (52) Menschen, die sonst nie medizinische Hilfe suchen würden.

Viele sind vom Leben auf der Straße gezeichnet, haben offene Wunden, die bereits lange unversorgt sind, leiden unter Bluthochdruck oder Atemwegsinfektionen. Der Gang ins Arztmobil ist für sie ein erster Schritt, Vertrauen zu fassen und sich helfen zu lassen. "Wir versuchen, die Leute an die ärztliche Versorgung anzubinden.

Beim ersten Mal sind sie meist sehr ängstlich." An drei Abenden in der Woche ist die rollende Arztpraxis unterwegs. Oft haben die Patienten schlechte Erfahrungen in Krankenhäusern oder bei niedergelassenen Ärzten gemacht. "Manchmal müssen wir auch fünf oder zehn Mal kommen, und beim elften Mal kommen sie dann mit ins Arztmobil und lassen sich versorgen." Beutner weiß um die Mühen seines Jobs.

Aber er will es nicht anders. Er hat viele Jahre in Krankenhäusern gearbeitet.

Dort hat er erlebt, wie die medizinische Versorgung der Menschen immer stärker ökonomischen Zwängen unterworfen wird. Dabei ist er überzeugt: Der Kern einer jeden Behandlung ist der persönliche Kontakt.

Dieses Gefühl der Befriedigung, zu den Menschen zu gehen und ihnen helfen zu können, kennt er aus frühester Kindheit. Als kleiner Junge begleitete er seinen Vater, einen Münchener Hausarzt, auf seinen Patientenbesuchen. "Ich habe meinen Vater dafür bewundert", erinnert er sich heute. "Diese Dankbarkeit der Menschen, die habe ich als kleiner Kerl ganz deutlich gespürt. Das wollte ich auch. Und so hab' auch ich Medizin studiert." Seinen festen Arbeitsplatz hat Thomas Beutner in der Praxis im Erdgeschoss im Gebäude des Katholischen Männerfürsorgeheims in München. Hierher kommen diejenigen, deren Vertrauen Thomas Beutner gewinnen konnte. Mittels Ultraschallgerät kann der Arzt noch genauere Diagnosen stellen. Doch Beutners Hilfsangebot geht noch darüber hinaus: Oft begleitet er seine Patienten nach der Behandlung gleich noch in den ersten Stock des Hauses. Hier sitzen die Sozialarbeiter, die alle weiteren möglichen Probleme für die Menschen regeln: Ärger mit den Ämtern, Kommunikation mit dem Jobcenter. "Ich finde, wir haben hier das optimale System geschaffen", so Beutner. "Der Erstkontakt im Mobil, die Möglichkeiten mit der Praxis hier und dann die anschießende Betreuung durch die Sozialarbeiter. Das ist schon sehr umfassend." Hamburg: "Klar könnte ich am Wochenende auch auf der Couch liegen und Netflix gucken." Doch Levke Sonntag hat sich anders entschieden: Zwei bis drei Mal im Monat fährt die Ärztin ehrenamtlich mit der mobilen Praxis durch Hamburg. Vorher wird "Ellen", wie das Arztmobil von allen genannt wird, präpariert: Obst und Tee oder eine heiße Suppe haben sie im Gepäck. Damit locken sie ihre Patienten an. "Oft holen die sich erstmal einen Tee, und dann kommt man schon ins Gespräch". Wenn das Eis gebrochen ist, trauen sich die meisten auch rein in die mobile Praxis. "Ellen" war in ihrem früheren Leben ein Maskenmobil. Es wurde dem Verein "Arztmobil Hamburg" gespendet. Seitdem dient es Levke und ihren Kollegen als Arbeitsplatz. "Das ist zwar alles basic hier. Ganz am Anfang haben wir auch in Hauseingängen behandelt, da ist das schon ein Quantensprung", erinnert sich Levke, die "Arztmobil Hamburg" damals mit aufgebaut hat. Auch während der Woche kümmert sich die Mutter einer erwachsenen Tochter um Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie ist die leitende Ärztin im Flüchtlings-Erstaufnahmelager des Landes Schleswig-Holstein in Bostedt. "Das ist bei mir einfach eine Grundsatzentscheidung", sagt die 50-Jährige. "Ich habe nun mal einen Job gelernt, mit dem man Menschen ganz hervorragend helfen kann. Warum soll ich dieses Können nicht da einsetzen, wo es wirklich gebraucht wird? Was muss mein Leben vorher langweilig gewesen sein!" Levke kann sich kaum mehr an die Zeit vor ihrem Engagement für die Obdachlosen erinnern. Seitdem ist sie fast täglich mit der Thematik beschäftigt. Fährt zum Werksverkauf von Erasco, um riesige Suppendosen günstig abzugreifen, oder schmiert Brote für ihre Leute. "Die freuen sich immer, wenn wir was für sie dabei haben." Viele kennt sie schon lange. Wenn einer für eine Weile wegbleibt, fällt ihr das auf. Das macht sie unruhig, und sie fragt in der Szene nach, ob jemand Bescheid weiß. "Oft sind die dann im Krankenhaus oder im Knast, aber das ist ja immerhin schon mal eine beruhigende Information." Manchmal nimmt Levke ihre Sorgen auch mit nach Hause, dann versagt der Selbstschutz. Dann grübelt sie nachts darüber, ob es richtig war, den Patienten wieder in die eisige Nacht zu entlassen. Essen: "Wir sind keine Gutmenschen hier." Da ist Dr. Ursula Schürks sehr resolut. Sie ist angestellt bei der Gesellschaft für Soziale Dienstleistung Essen. "Ich mache hier meinen Job, ich habe das gelernt, und so wahnsinnig spektakulär ist das nun auch nicht." Einfach anpacken und nicht viel drüber reden – das ist ihr Motto. Die ausgebildete Palliativmedizinerin und Anästhesistin fährt erst seit einem guten Jahr mit der rollenden Arztpraxis für Wohnungslose durch Essen. Für sie ist es ein Traumjob: "Wo geht das noch, dass man ganz ohne wirtschaftlichen Druck einfach nur seinem Beruf nachgehen kann?" Es ist ein Arbeiten auf engstem Raum. Doch Ursula Schürks ist Schlimmeres gewohnt. Neben Medizin hat sie auch humanitäre Hilfe studiert und war im Ausland tätig: in Peru, Tansania und Liberia. "Ich habe doch hier alles, was ich brauche", sagt sie und ist sich nicht zu schade, eigenhändig das komplette Arztmobil zu desinfizieren. Mithilfe der medizinischen Fachangestellten Steffi Löhr versorgt die Ärztin die oft unter Drogeneinfluss stehenden Patienten. "Die Frau Doktor hat mein Bein gerettet." Ein junger Mann mit Fisteln und starken Entzündungen im Bein schwingt sich zur Wundversorgung auf die Krankenliege. "Die kümmert sich, die quatscht nicht nur." Das kommt an bei den Patienten des Arztmobils. Für Ursula Schürks ist das alles eine Selbstverständlichkeit. "Ist doch klar, dass ich da mal eben im Krankenhaus anrufe und die Arztbriefe anfordere." Unkompliziert und unbürokratisch wird hier jedem geholfen, der um Hilfe bittet.

22:15
12 februari 2019
Andrea Schramm, Jana Matthes

37°

Reportage

Jeder zweite Deutsche stirbt im Krankenhaus, jeder dritte im Pflegeheim. In Hospizen gibt es oft lange Wartelisten, und palliativmedizinische Betreuung ist längst nicht flächendeckend. "37°" begleitet ein Jahr lang drei Hospizmitarbeiterinnen, die ihren Gästen bis zum letzten Augenblick eine hohe Lebensqualität ermöglichen: eine Köchin, die letzte Essenswünsche erfüllt, eine Pflegerin und eine Ehrenamtliche.

Ein Hospiz, das neue Wege geht. Eduard Nöther zieht an einem Frühlingstag in das Haus auf dem Hügel im Schwarzwald, er hat starke Schmerzen und will sterben.

Doch dann klopft es an seiner Tür: Christiane Stangier fragt, was sie ihm kochen kann, gerade sei Spargelzeit. Vielleicht war das der Moment, in dem die Lebensgeister zu dem 89-Jährigen zurückkehrten.

Denn Stangier ist nicht irgendeine Köchin, sie ist eine Kochkünstlerin, die Sterbenden letzte Essenswünsche erfüllt. So wird aus einer Woche für Eduard Nöther ein halbes Jahr.

Die meisten Gäste, wie die Bewohner hier genannt werden, wünschen sich am Ende ihres Lebens Hausmannskost. All dies bereitet ihnen die Hospizköchin zu.

Denn über das Essen entsteht ein Gefühl von Vertrautheit und Normalität. Pflegerin Filomena Strolz arbeitete früher im Krankenhaus. Als ihre Mutter mit nur 54 Jahren an Krebs starb, konnte sie den eigenen Berufsalltag nicht mehr ertragen.

Sie kündigt ihren Job und fängt im Hospiz Kafarnaum an, damals noch unsicher, ob sie der täglichen Konfrontation mit dem Tod gewachsen sein wird. Doch die Kolleginnen stützen Filomena in ihrer Trauer und helfen ihr, den Verlust der Mutter zu verarbeiten.

Heute ist sie es, die Gäste und Angehörige in den schwierigsten Tagen und Wochen ihres Lebens auffängt, die Rat spendet und die Hände Sterbender hält. Als die 54-jährige Frau Tritsch ins Hospiz einzieht, kommt bei Filomena dennoch wieder einmal die eigene Geschichte hoch.

Fußpflegerin Bea Hammer schenkt als ehrenamtliche Sterbebegleiterin den Hospizgästen ihre Zeit, beispielsweise für einen letzten Ausflug in die Natur. Manchmal kommt auch sie an ihre Grenzen: Als ihr Mann eine schwere Herz-OP hatte, schaffte es Bea für einige Wochen nicht ins Hospiz.

Der Tod war ihr plötzlich zu nah. Jetzt ist sie wieder da, massiert Herrn Nöther die Füße und unterhält sich mit ihm über den Golf-Club, in dem sie beide Mitglieder sind. "37°" erzählt den Alltag im Hospiz aus der Sicht von drei starken Frauen. Das Sterben anderer vor Augen, verändern sie ihr eigenes Leben, lernen, nichts mehr aufzuschieben. Was treibt sie an, und woraus schöpfen sie Kraft? Und: Ist ein "gutes Ende" überhaupt möglich?

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